Die Entwicklung der privaten Krankenversicherung (PKV) und die Geschichte der PKV: Private Krankenversicherungen in Deutschland

Selbst in Ländern wie Deutschland, in denen eine Krankenversicherung Teil des sozialen Systems ist, sind Krankenversicherungen, besonders PKV, noch eine recht junge Struktur. Erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in Preußen Krankenversicherungen erstmals ins Leben gerufen, und bis zum Ende des Jahrhunderts wurden die Struktur, die Bedingungen und sonstige Modalitäten der Krankenversicherung weiter verfeinert. Da diese Krankenversicherungen zunächst nur für bestimmte Berufssparten gedacht waren, wurden die ersten privaten Krankenversicherung gegründet, um auch andere Berufsgruppen wie zum Bespiel Lehrer oder Beamte in den Genuss einer Krankenversicherung kommen zu lassen.. Reglementiert wurden die privaten Krankenversicherungen seit Beginn des 20. Jahrhunderts von dem so genannten Aufsichtsamt für Privatversicherung. Durch den Ersten Weltkrieg wurde die Entwicklung der privaten Krankenversicherung vorerst gestoppt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden bis zu Beginn des Nationalsozialismus weitere Änderungen und Fortschritte fundamentiert, die zum Teil heute noch Gültigkeit im Bereich der PKV besitzen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erholten sich die Strukturen der PKV wieder. Es dauerte sogar bis in die 1970er Jahre hinein, bis die PKV als gleichberechtigte Krankenversicherung neben der gesetzlichen Krankenversicherung angesehen wurde. Das Gesundheitsreformgesetz schließlich definierte die Strukturen im Jahre 1989 dann wieder neu, und erst 1995 wurden die privaten Krankenversicherungen als Träger der Sozialversicherung deklariert.